Ausschreibung

Hinweis: Die Bewerbungsfrist ist am 06.06.08 abgelaufen.

Ideenwettbewerb Regionale Qualifizierungsinitiative in Ostdeutschland
Der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in seiner Funktion als Beauftragter für die Angelegenheiten der neuen Bundesländer initiierte Wettbewerb unterstützt aus lokaler, regionaler und sektoraler Sicht die Verbesserung der Voraussetzungen für Qualifizierung und Kompetenzentwicklung der Beschäftigten und damit die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Ostdeutschland.

Der Wettbewerb richtet sich an bereits bestehende regionale Initiativen in Ostdeutschland, die sich an den regionalen Gegebenheiten und Erfordernissen vor allem von KMU orientieren.

Er zielt zum ersten darauf ab, die regionalen Aktivitäten in der Qualifizierung und Personalentwicklung sowie deren Qualität und Effektivität zu steigern. Zum zweiten soll der Wettbewerb guten Ansätzen zu mehr öffentlicher Beachtung verhelfen, um die Verbreitung von innovativen Modellen in Ostdeutschland zu befördern.

Aus allen Beiträgen werden 10 Initiativen ausgewählt, auf einer zentralen Veranstaltung vorgestellt und die weitere Umsetzung für ein Jahr mit 100.000 € unterstützt.

Wettbewerbsgegenstand und -inhalt
Die Initiativen sollen auf innovativen Wegen zur Verbesserung der bedarfsorientierten Qualifizierung und Kompetenzentwicklung in Unternehmen der Region beitragen. Unterstützt werden daher regionale Ansätze, die auf den Aufbau der für die Qualifizierungsbeteiligung entscheidenden Faktoren zielen, Kooperationspotenziale in Aus- und Weiterbildung erschließen und damit die Qualifizierungsaktivitäten erhöhen.

Der Wettbewerb zielt darauf ab, eine breite Palette von möglichen branchen-, regional- und/oder zielgruppenspezifischen Ansätzen in den Vordergrund zu rücken und der Öffentlichkeit zu präsentieren. (Dabei kann ein Augenmerk sowohl auf Gruppen mit unterdurchschnittlicher Weiterbildungsbeteiligung wie ältere Arbeitnehmer oder gering Qualifizierte, als auch auf die Steigerung der Chancengleichheit zwischen Mann und Frau und der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie gelegt werden.)

Eine notwendige Voraussetzung für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist eine gute Einbindung und hohe Akzeptanz in der regionalen Netzwerklandschaft.

Die Beteiligung am Wettbewerb ist mit Maßnahmen in den Tätigkeitsfeldern „Dienstleistungen“ (A), „Strukturen“ (B) und „Transfer“ (C) möglich. Während die Teilnehmer frei sind, entweder Vorschläge für Maßnahmen aus den Feldern A oder B oder aus beiden Bereichen durchzuführen, muss in jedem Fall eine geeignete Maßnahme aus dem Bereich C umgesetzt werden:

A) Auf- und Ausbau von Netzwerkdienstleistungen
Gerade Klein- und Kleinstbetriebe verfügen oftmals nicht über die notwendigen finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen oder eine Ausbildungsberechtigung, die ein strategisches Aus- und Weiterbildungsmanagement oder eine langfristige Personalpolitik ermöglichen.
Mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit der beteiligten Partner zu erhöhen, bieten die Initiativen daher zum gemeinsamen Nutzen ein Portfolio von Dienstleistungen an.
Dieses kann die Beratung zum strategischen Personal- und Weiterbildungsmanagement (incl. der Möglichkeiten zur Steigerung der Unternehmensattraktivität für qualifizierte Arbeitskräfte) und zu Angeboten der Aus- und Weiterbildungskooperation enthalten.

Mögliche Maßnahmen sind auch die Erhebung und Bereitstellung von Informationen, die dem Netzwerk und zugehörigen Partnern eine bessere Orientierung über die regionalen Gegebenheiten geben, beispielsweise, indem personelle und qualifikatorische Bedarfe in den regionalen Betrieben aufgedeckt und dem Angebot der Bildungseinrichtungen abgestimmt werden.

B) Verbesserung von Netzwerkstrukturen
Die hier zu unterstützenden Maßnahmen beziehen sich auf Aktivitäten zur Entwicklung der Organisation der Netzwerkzusammenarbeit.

Hierunter fällt die sinnvolle Koordinierung und Bündelung bestehender Initiativen und Einzelaktionen und die Erschließung von Synergien und Kooperationspotentialen mit neuen Partnern (wie Betrieben, Hochschulen/Forschungseinrichtungen, weiteren Initiativen, Verwaltung, Schulen etc.) und die bessere Verzahnung von Wirtschaft und Bildung.
Auch die Einrichtung und Entwicklung von Kommunikationswegen und Informationsplattformen zählen zu möglichen strukturellen Aktivitäten.

C) Maßnahmen zum Transfer der Netzwerkarbeit
Der Ideenwettbewerb bezweckt die breitere Bekanntmachung innovativer und erfolgreicher Ansätze regionaler Qualifizierungsinitiativen in den neuen Bundesländern. Aus diesem Grund wird von jeder Initiative erwartet, dass sie ihre bisherige Netzwerkarbeit reflektiert und in einer geeigneten Darstellungsform öffentlich zugänglich macht. Möglich sind hier beispielsweise Broschüren, Filmbeiträge, Kampagnen oder andere öffentlichkeitswirksame Mittel.

Es ist vorgesehen, die in diesem Feld eingereichten Vorschläge der ausgewählten zehn Initiativen in ein gemeinsames Präsentationskonzept einzubetten.

nach oben