Hintergrund

Die ostdeutschen Bundesländer stehen vor besonderen Herausforderungen, was die Sicherung des Fachkräftenachwuchses angeht. Auch wenn in unmittelbarer Zukunft noch nicht von einem generellen Fachkräftemangel auszugehen ist, deuten sich doch in einigen Berufsfeldern schon Lücken in der Verfügbarkeit von Fachkräften an.

Besondere und frühzeitig ansetzende Anstrengungen sind in den neuen Bundesländern außerdem notwendig, weil die kleinbetrieblich geprägte Unternehmensstruktur, die geringere Vernetzung der Betriebe untereinander und die schwächere Wirtschaftskraft eines Großteils der ostdeutschen Unternehmen eine bedarfsgerechte Personalentwicklungspolitik erschweren. Verstärkt wird diese Problematik durch die Abwanderung vor allem gut ausgebildeter junger Menschen in die westdeutschen Bundesländer.

Daher besteht die Gefahr, dass das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften in bestimmten Berufen nicht mehr ausreicht, gleichzeitig aber Unterbeschäftigung in niedrig qualifizierten Tätigkeitsfeldern fortbesteht. Dies hätte negative Folgen nicht nur für den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland sondern für Deutschland als Ganzes.

Es ist vor allem Aufgabe der Wirtschaft, Nachwuchs auszubilden und Qualifizierung im Betrieb zu ermöglichen. Bei der Vielzahl von Klein- und Kleinstbetrieben in den ostdeutschen Bundesländern kann dies aber oft nur im Verbund und gemeinsam mit anderen Akteuren der Region gelingen.